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Wie sieht der Tag eines Scrum Masters aus?

Wir werden regelmäßig gefragt wie es möglich ist, dass die Verantwortung als Scrum Master eine Vollzeitbeschäftigung ist. Offenbar gibt es immer noch irgendwo die Vorstellung, dass sich die Rolle des Scrum Masters darauf beschränkt, bei Meetings anwesend zu sein. Eine einfache Berechnung zeigt, dass Sie mit einem Team durchschnittlich 2 Stunden pro Tag für die Erleichterung dieser Aufgabe aufwenden. Natürlich ist dies nicht repräsentativ für die Realität. Die Rolle des Scrum Masters umfasst viel mehr als nur die Anwesenheit bei Sitzungen. Erfahren Sie in diesem Blog, wie der Tag eines Scrum Masters wirklich aussieht.

Verantwortlichkeiten

Der Scrum Master hat verschiedene Aufgaben, aber hauptsächlich sorgt er/sie dafür, dass die Teams Scrum verstehen und optimal zusammenarbeiten, der Scrum Master leitet diesen Prozess. Dazu gehören verschiedene Rollen:

Die Komplexität der Verantwortung umfasst oft viel mehr als nur die Betreuung des Scrum Teams selbst. In der Praxis geht es oft auch um die Stakeholder, die in das Team eingebunden sind. Welchen Einfluss haben sie auf das Scrum Team? Und wie stellen Sie sicher, dass sie auch die richtige Denkweise und Verhaltensänderung annehmen, damit das Scrum Team tatsächlich in der Lage ist, Wert zu liefern?

Interventionen

Der Scrum Master ist also vor allem für die Intervention zuständig. Er/sie tut dies zu verschiedenen Zeitpunkten:

  • Während Scrum Meetings
  • Während 1-1 Momenten mit dem Product Owner oder den Entwicklern
  • Bei taktischen/strategischen Besprechungen mit anderen Ebenen, wie Vorgesetzten, mittlerem Management, Geschäftsführung und Vorstand
  • Während 1-1 Momenten mit jedem Mitarbeiter, der Einfluss hat
  • Bei Sitzungen mit externen Stakeholdern

Bei diesen Interventionen spielt der Scrum Master eine enorm wichtige Rolle. Schließlich ist es der Scrum Master, der den Prozess, den Inhalt und die Unterströmungen genau im Auge behält. Auf diese Weise kann der Scrum Master objektiv feststellen, was in Angriff genommen werden muss. Dies kann manchmal durch eine Intervention im Moment selbst geschehen, aber auch durch die Vermittlung des Themas, z. B. in der kommenden Retrospektive.

Vorbereitung ist die halbe Miete

In der Praxis sieht man immer noch viele bekannte Formen der Reflexion, wie Top/Flop, Tips/Tops, Sternmodell, 5 Finger usw. Ab einem bestimmten Punkt kommt man nicht mehr zum Kern der Sache. Daher ist es interessant, darüber nachzudenken, welche Arbeitsweise zum Kern der Sache führt, sodass eine echte Verbesserung eintritt. Denken Sie zum Beispiel an den Aufbau von Vertrauen. Dies wird nicht dadurch erreicht, dass man jemandem in diesem Moment sagt, dass er mehr Vertrauen haben muss, sondern vor allem dadurch, dass man über die Arbeitsform/Aktivität nachdenkt die man einbringen kann, um die Menschen dies selbst spüren zu lassen, indem man es erlebt. Das bedeutet, dass man als Scrum Master auch viel Zeit damit verbringt, das Tempo zu drosseln, um Raum zu haben und wirklich zu sehen, was im Team vor sich geht. „Read between the lines“, sagen wir manchmal. Was bereiten Sie dann vor?

Beispiel für einen Tag des Scrum Masters


Montag

  • 9.00-9.15 Uhr: Wir beginnen den Tag mit einem kurzen Check-in mit dem Team. Beim Check-in geht es nur darum, wie wir uns gerade fühlen, wie es uns geht und um alles andere, was die Leute in diesem Moment sagen wollen. Wir vermeiden hier inhaltliche Diskussionen über die Arbeit.
  • 9.15-10.00 Uhr: Zeit, den Computer in aller Ruhe hochzufahren, E-Mails zu aktualisieren usw.
  • 10.00-11.00 Uhr: 1-1 Coaching User Stories/Prioritäten mit dem Product Owner
  • 11.00-12.00 Uhr: Refinement mit dem Scrum Team
  • 12.30-13.15 Uhr: Mittagessen
  • 13.15-14.15 Uhr: Sprint Planning mit dem Scrum Team
  • 14.15-15.00 Uhr: Coaching am Arbeitsplatz mit dem Entwickler, Coaching Product Owner, Coaching interne Stakeholder
  • 15.00-16.00 Uhr: Konsultation mit der Geschäftsführung
  • 16.00-17.00 Uhr: Vorbereitung der Interventionen

Wie Sie sehen können, ist der Tag eines Scrum Masters sehr ausgefüllt. In diesem Beispiel ist der Montag durch viele Sitzungen gekennzeichnet, die anderen Tage sind hauptsächlich mit der Vorbereitung von Sitzungen, der Schulung/Bildung und dem Coaching von Stakeholdern gefüllt.

Vergessen Sie also nicht, zwischendurch zu entschleunigen und zu schauen, was Sie tun, ob Sie noch effektiv sind und somit das Scrum Team und die Organisation noch optimal unterstützen können. Viel Spaß!

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