Teaminterventionen, wie gehe ich vor? (+Arbeitsformat)

Ist das nicht das, was wir uns alle am meisten wünschen? Kein Schleppen, Ziehen oder Schieben, sondern eine Welt, in der jeder genau weiß was er zu tun hat und es dann auch tut! Und das ist möglich! Wenn wir nur wissen wie wir die richtigen Fäden ziehen und die richtige Anleitung geben können. Dazu muss man zunächst die Ursache für das Stocken der Aktion verstehen. In diesem Blog erläutern wir wie Sie diese Erkenntnisse gewinnen können, um dann wirksam im Team intervenieren zu können.

Traditionelle Intervention

Was wir in der Vergangenheit häufig erlebt haben (und was eindeutig nicht funktioniert), ist, dass die Menschen noch mehr zur Verantwortung gezogen werden. Hier gilt das Prinzip des „frühen Heimkommens“. Und das ist kontraproduktiv. Das Gespräch bleibt an der Oberfläche, man kommt nicht zum Kern. Das Ergebnis ist noch mehr Stagnation, Rückschritt und Widerstand. Deshalb ist es wichtig, zuerst das Wesentliche zu erkennen und dann die richtige Team-Intervention zu wählen.

Verständnis für den Kern der Verzögerung

Warum ist es wichtig zunächst die Situation zu verstehen, bevor man mit den Interventionen des Teams beginnt? In früheren Blogs haben wir von Lencioni gelernt, dass es einer Reihe von Grundlagen bedarf, um tatsächlich zur Verantwortung zu kommen. Zu nennen sind: Sicherheit und Vertrauen, aber auch ein klarer gemeinsamer Punkt am Horizont oder ein gemeinsamer Nenner. So sind zumindest alle auf derselben Seite. Nur von diesem Status aus können Sie eine wirklich offene Kommunikation aufbauen, in der jeder seine Sichtweise einbringen kann und dadurch eine persönliche Beteiligung entsteht. Auf diese Weise werden die Menschen selbst Teil der Übersetzung des großen Ganzen in seine kleineren Teilschritte.

Denn genau darum geht es oft: Die Menschen sind nicht unwillig, sondern wissen einfach nicht, was der erste Schritt zum Handeln ist. Sie lösen dieses Problem, indem Sie dazu beitragen das große Ganze sichtbar zu machen. Helfen Sie den Menschen selbst aktiv zu werden, anstatt jedes Mal das Team einschalten zu müssen. Motivierte Mitarbeiter werden geschaffen, indem man ihnen eine Stimme gibt und sie die Maßnahmen bestimmen lässt. Ein gutes Verständnis des eigentlichen Kerns sorgt für die richtigen Maßnahmen. Das Nichtverstehen des Kerns ist oft der Grund, warum keine Maßnahmen ergriffen werden.

Teaminterventionen auf einer guten Grundlage

Wenn die Ebenen des Vertrauens, der gemeinsamen Ziele, des Konflikts und des Engagements grundsätzlich ausreichend sind, sind die Chancen für wirksame Teaminterventionen und konkrete Maßnahmen wesentlich höher. Aktionen, die aus einer Teamintervention hervorgehen, können oben im Product Backlog aufgenommen werden. Sie sind klein genug, um in einem Sprint aufgegriffen und in Aufgaben im Sprint (Backlog) umgesetzt zu werden.

Es kann helfen bestimmte Arbeitsmethoden hinzuzufügen, Liberating Structures sind dafür sehr geeignet.

Eine gute Arbeitsform in diesem Zusammenhang sind die 15%-Lösungen. Dieses Arbeitsformular hilft dabei, die Arbeit in die Tat umzusetzen. Sie suchen nach den 15 %, die jetzt möglich sind, ohne von Ressourcen oder Mitteln (z. B. Geld, Arbeitskraft, Zeit, Raum) abhängig zu sein.

  1. Bitten Sie die Teammitglieder vor der Sitzung darüber nachzudenken, was ihre 15% sind. Wo ist der Raum und die Freiheit zum Handeln? Was können Sie ohne zusätzliche Befugnisse oder Ressourcen tun?
  2. Während der Sitzung erstellt jeder zunächst seine eigene Liste mit 15 % Lösungen – Dauer 5 Minuten
  3. In Gruppen von 2-4 Personen teilt jeder seine Ideen der Reihe nach mit – Zeitspanne 3 Minuten pro Person
  4. Die Gruppenmitglieder beraten sich gegenseitig, stellen klärende Fragen und geben Ratschläge – Dauer 5 Minuten pro Person (jeweils 1)
  5. Nehmen Sie die wertvollsten Lösungen in das Product Backlog auf und sichern Sie sie in Ihrem Sprint

Natürlich können Sie alle möglichen Schritte hinzufügen oder ändern. Viel Glück bei Ihrer Teamintervention.

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