Ein Scrum Sprint ist eine vorgegebene Timebox, innerhalb derer ein bestimmter Teil des Scrum-Projekts abgeschlossen werden muss. Jeder Scrum Sprint innerhalb des Projekts hat die gleiche Timebox und diese Sprints folgen direkt aufeinander. Die Dauer eines Sprints beträgt maximal einen Monat.

Warum in Sprints arbeiten

Feedback und Anpassungen
Warum ist es nach dem Scrum-Ansatz ein Muss, das gesamte Projekt in kürzere Zeiträume zu unterteilen? Der Grund dafür ist eigentlich ganz einfach und logisch. Am Ende eines Sprints wird das Endprodukt des jeweiligen Sprints (Inkrements) den Stakeholdern präsentiert, die dann sofort die Möglichkeit haben Feedback zu geben. Durch diese ständige Möglichkeit der Anpassung – falls erforderlich – wird das bestmögliche Ergebnis sowohl für den Kunden als auch für die Endnutzer erzielt. Dem Scrum Team steht es frei, mehrere Inkremente während des Sprints zu liefern und nicht bis zum Ende des Sprints zu warten, um Wert zu liefern.

Kurze Zeit bis zur Markteinführung
Ein weiterer Vorteil ist, dass bei der Produktentwicklung immer ein funktionierendes (Teil-)Produkt in einem festen Rhythmus geliefert wird, das dem Kunden den Markteintritt ermöglicht. Stellen Sie sich eine zusätzliche Funktionalität in einem Webshop vor, z. B. eine zusätzliche Zahlungsmethode.

Lesen Sie hier mehr über die Vorteile von Scrum.

 

Sprints in der Praxis

Doch wie erleben die Mitglieder des Scrum Teams diese festgelegten Zeiträume? Das hört sich alles sehr bequem an, aber könnte es nicht auch manchmal stressig sein? Oder ist der Zeitdruck tatsächlich angenehm, um unter ihm zu arbeiten? Wir haben Marieke van den Broeke, Scrum Master eines Scrum Teams, gefragt.

„Ich merke, dass die Sprints das Team immer wieder begeistern, sich ins Zeug zu legen. Durch die Formulierung von User Stories und deren Ausarbeitung im Team in konkreten Aktionen wird deutlich, was genau zu tun ist und wie viel Arbeit bereits geleistet wurde und noch zu leisten ist. Dies hat oft eine stimulierende Wirkung. Die Aufteilung eines großen und noch etwas vagen Projekts in Sprints ermöglicht es, konkret zu arbeiten, weil die Dinge mit der höchsten Priorität angegangen werden. Auf diese Weise haben Sie weniger Probleme mit der Frage „Wo soll ich nur anfangen?“. Es ist nach wie vor schwierig abzuschätzen, wie viel Zeit etwas in Anspruch nehmen wird und somit zu bestimmen, wie viel man in einem Sprint bewältigen kann. Aber wir arbeiten jetzt seit sechs Monaten, und im Allgemeinen stelle ich fest, dass wir immer produktiver werden. Außerdem erledigen wir viele Aufgaben in Zweierteams, was bedeutet, dass wir viel voneinander lernen. Dies wird nur noch verstärkt, wenn Sie eine Aufgabe übernehmen, mit der Sie keine Erfahrung haben, der andere aber schon. In Scrum ist Timeboxing sehr wichtig und hilft, sich nicht in Gedankenkreisen oder Diskussionen zu verzetteln. Die Maßnahmen werden nacheinander festgelegt und durchgeführt. So bleibt es übersichtlich und jeder kann produktiv arbeiten.“

Relevante Begriffe

Es gibt eine Reihe von Begriffen, die wichtig sind wenn wir über einen Sprint sprechen:

  • Sprint Planning: Während dieses Meetings legt das gesamte Scrum Team fest, welche Aufgaben aus dem Product Backlog im kommenden Sprint bearbeitet werden sollen. Es wird auch festgelegt, wie diese Aufgaben ausgeführt werden sollen.

  • Sprint Backlog: Das Sprint Backlog bezieht sich auf alle Aufgaben, die innerhalb eines bestimmten Sprints erledigt werden müssen. Das Scrum Team wählt diese Aufgaben gemeinsam aus dem Product Backlog aus. Jede Aufgabe wird dann zu einem „To Do“-Element auf der Aufgabentafel.

  • Sprint Burndown Chart: Das Sprint-Burndown-Chart zeigt auf einen Blick die verbleibende Arbeit in einem bestimmten Sprint.

  • Sprint Retrospektive: Jeder Sprint endet mit der Sprint Retrospektive. Hier blicken wir auf den Sprint zurück, mit dem Ziel im nächsten Sprint alles besser zu machen.

  • Sprint Review: Dies ist ein informelles Treffen, bei dem das Scrum Team den Stakeholdern zeigt, was im vergangenen Sprint erreicht wurde.

  • Definition of Done: Dies ist eine Beschreibung des Ergebnisses, das ein Sprint erfüllen muss. Er wird vom Team selbst im Voraus erstellt und dient hauptsächlich als Hilfsmittel.

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