Der Sprint Backlog: Was Sie darüber wissen sollten

Zu Scrum gehören zwei wichtige Artefakte: der Product Backlog und der Sprint Backlog.

Der Sprint Backlog ist eine Sammlung aller Product Backlog Items, die das Scrum Team für den jeweiligen Sprint ausgewählt hat. Zudem stellt der Sprint Backlog einen Plan dar. Aus ihm lässt sich ablesen, wie das Sprintziel erreicht werden soll.

Der Sprint Backlog wird benutzt, um zu visualisieren, welche Fortschritte das Team im Verlauf des Sprints erzielt. Denn der Sprint Backlog gibt den aktuellen Stand auf einen Blick wieder. Welche User gehören zum Sprint? An welchen User Stories wird aktuell gearbeitet? Welche Aufgaben verbleiben noch für die verschiedenen User Stories?

Zusätzlich zu den User Stories wird mindestens ein Verbesserungspunkt in den Sprint Backlog mit aufgenommen. Ihn hat das Scrum Team in der vorangegangenen Sprint Retrospective identifiziert. Diese Vorgehensweise gewährleistet, dass das Scrum Team Zeit im Sprint reserviert, um die eigene Leistungsfähigkeit weiter zu steigern. 

Im Sprint Planning Meeting erklärt der Product Owner die Product Backlog Items mit der höchsten Priorität (meistens in Form von User Stories). Das Entwicklungsteam legt danach fest, wie viele User Stories es im Sprint bearbeiten wird. Der Product Owner spricht einen Wunsch aus. Aber die Entscheidung, welche Items tatsächlich mitgenommen werden, trifft das Entwicklungsteam. Dabei selektiert das Entwicklungsteam immer Items von oben her aus dem Product Backlog. So ist sichergestellt, dass immer an den wichtigsten Items gearbeitet wird.

Anschließend werden die ausgewählten Product Backlog Items im Sprint Backlog platziert.

Aufgaben im Sprint Backlog

Danach unterteilt das Entwicklungsteam im Sprint Planning jedes Product Backlog Item in Aufgaben. Sie kommen auch in den Sprint Backlog. Alle Aufgaben zusammengenommen stellen die Aktivitäten dar, die erledigt werden müssen, damit die User Story ausgeliefert werden kann. Damit im Sprint Fortschritt erzielt wird, dürfen die einzelnen Aufgaben nicht mehr als einen Tag in Anspruch nehmen. So können jeden Tag Aufgaben abgeschlossen werden.

Die Aufgaben werden im Sprint Backlog physisch von der Spalte „To Do“ hin in die Spalte „Doing“ bzw. „Done“ verschoben. Auf diese Weise entsteht ein visueller Fluss (auch „Flow“ genannt). Dieser Fluss gibt den Mitgliedern des Scrum Entwicklungsteams Energie.

Zudem lassen kleinere Aufgaben im Sprint Backlog schneller erkennen, welche Fortschritte im Sprint erzielt wurden. Denn wenn eine Aufgabe länger als einen Tag in der Spalte „Doing“ steht, gibt es offensichtlich ein Problem. Es kann sein, dass die Aufgabe verkehrt eingeschätzt wurde und in Wirklichkeit mehr Arbeit bedeutet. Oder das Entwicklungsteam wird von etwas behindert, durch das die Aufgabe nicht komplett erledigt werden kann. Die Ursache muss so schnell wie möglich ermittelt und beseitigt werden.

Der Sprint Backlog ist ein lebendiges Dokument. Falls nötig, kann das Entwicklungsteam den Sprint Backlog im Verlauf des Sprints verändern. Zum Beispiel, wenn doch mehr Aufgaben erforderlich sind, um die Product Backlog Items abzuschließen.

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