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Stakeholdermanagement in der agilen Arbeitsweise

Stakeholder nehmen in der agilen Arbeitsweise und insbesondere im Scrum Framework einen wichtigen Platz ein. Dies ist eine Interpretation des ersten Grundsatzes des Agilen Manifests „Kundenorientierung“. In diesem Blog werden wir verschiedene Aspekte des agilen Stakeholdermanagements beleuchten.

Was ist Stakeholdermanagement?

Anstatt mit einer schönen Definition zu beginnen, schauen wir uns an, was Sie damit erreichen wollen oder können. Sie können an die folgenden Dinge denken:

  • Einsicht in die Bedürfnisse, die in Bezug auf ein Produkt oder ein Projekt bestehen;
  • Unterstützung für ein gemeinsames Ergebnis schaffen;
  • Schaffung von Kenntnissen über die Prozesse der anderen, um ein besseres Verständnis zu erreichen;
  • Schaffung einer gemeinsamen Verantwortung für Team-/Abteilungsprozesse.

Wie beginnt man mit dem agilen Stakeholdermanagement?

Letztlich geht es darum, aus einer Gruppe von Einzelpersonen mit (gegensätzlichen) Interessen ein Team mit einem gemeinsamen Ziel zu bilden. Sie wollen, dass es ein Team ist, denn obwohl Sie als Product Owner das Mandat haben, Entscheidungen zu treffen, wollen Sie idealerweise, dass die Stakeholder gemeinsam Entscheidungen treffen. Der Product Owner muss dann nur noch in Ausnahmefällen eine Entscheidung treffen.

Wenn Sie eine Gruppe von Stakeholdern in ein Team verwandeln wollen, gelten die gleichen Regeln wie für jedes andere Team. Es beginnt mit gegenseitigem Vertrauen und einem gemeinsamen Ziel. Gegenseitiges Vertrauen beginnt damit, dass man sich gegenseitig besser kennenlernt. Um sich gegenseitig besser kennenzulernen, sind die Arbeitsform „Liberating Structures“ und das „Appreciative Interview“ gute Arbeitsformen. Außerdem ist es gut zu wissen, welches Interesse der jeweils andere an dem Projekt/Produkt hat. Es ist auch interessant, sich ein klares Bild von den Interessen zu machen, die hinter den Positionen stehen. Das Harvard-Modell ist dafür ein gutes Instrument.

Schaffung eines klaren gemeinsamen Ziels

Es liegt auf der Hand, dass eine Gruppe von Stakeholdern ein gemeinsames Ziel haben muss. Es ist jedoch nicht immer klar, was dieses gemeinsame Ziel eigentlich ist. Vielmehr geht es darum, die Vision für den Wandel zu definieren. Allzu oft besteht die Vision in der Verwirklichung einer Lösung. Bei der Vision sollte es darum gehen, was Sie erreichen wollen, welches Problem Sie lösen wollen oder welchen Nutzen Sie mit der Realisierung des Projekts/Produkts erzielen wollen.

Wie kommt man also zu diesem gemeinsamen Ziel? Zunächst ist es gut, sich gemeinsam ein klares Bild von der Wertschöpfungskette zu machen, zu der mit der Realisierung des Projekts/Produkts ein Mehrwert geschaffen werden soll. Sobald diese Klarheit besteht, bieten die für diese Wertschöpfungskette bestehenden Rahmenbedingungen einen guten Ausgangspunkt für die Rahmenbedingungen des Projekts/Produkts. Die Klarheit über den zu schaffenden Mehrwert bildet dann den endgültigen Rahmen oder die Vision für das Projekt/Produkt. Je nach Größe der Gruppe von Stakeholdern können Sie verschiedene agile Methoden anwenden, um das gemeinsame Ziel zu bestimmen. Das Arbeitsformat Liberating Structures, Conversation Café, ist ein nützliches Arbeitsformat, wenn die Gruppe nicht zu groß ist.

Wie beziehe ich die Stakeholder mit ein?

Es kann eine ziemliche Herausforderung sein, die Stakeholder zu beteiligen. Agiles Arbeiten, zum Beispiel auf der Grundlage des Scrum Frameworks, hilft enorm dabei, die Stakeholder einzubinden. Es gibt einen regelmäßigen Kontakt zwischen den Stakeholdern und denjenigen, die das Produkt entwickeln, während eines Sprint Reviews. Darüber hinaus steht der Product Owner in ständigem Kontakt mit den Stakeholdern.

Agiles Stakeholdermanagement-Tool der Stakeholder-Map

Eine Stakeholder-Map ist auch ein gutes Instrument für das agile Stakeholdermanagement. Es hilft, einen klaren Überblick über die verschiedenen Stakeholder zu bekommen, aber auch darüber, in welchem Umfang und auf welche Weise sie einbezogen werden sollten. 

Anhand der Stakeholder-Map kann dann ermittelt werden, wie die Mitarbeiter in das Projekt einbezogen werden: Information über einen Newsletter, Teilnahme an Sprint Reviews, Information über das Intranet-Portal usw.

Nicht umsonst wird der Kunde im Agilen Manifest an erster Stelle genannt. Agiles Stakeholdermanagement ist daher eine wichtige Aufgabe des Product Owners, um dies zu maximieren.

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